Allgemeines
Aufführungsjahr
2003
Autor
Hubert Bomba
Spielleiter
Markus Krug
Spielort
Volkstheater in Bad Endorf
Handlung
Rupert Mayer, am 23. Jan. 1876 in Stuttgart geboren, wurde religiös und weltoffen erzogen.
Der in den Diaspora-Jahren ständig geprüfte und gewachsene Glaube, sowie der 1870 entbrannte Kulturkampf, in dem Reichskanzler Bismarck mit einer Reihe von politischen Gesetzen die politische Macht der Kirche brechen wollte, bestärkten ihn geradezu in seinem Entschluß, ein eifriger Verteidiger des katholischen Glaubens zu werden.
Bis zum Empfang der Priesterweihe am 2. Mai 1899 belegte und absolvierte er mehrere Studien. Am 1. Oktober 1900 trat er als Novize in die Gesellschaft der Jesuiten in Feldkirch-Tisis (Vorarlberg) ein.
Nachdem er 1912 Großstadtseelsorger in München wurde, holten auch ihn 1914 die Wirren des 1. Weltkrieges ein. Als Feldgeistlicher und Divisionspfarrer diente er der 8. Bayerischen Reserve-Division. Am 30. Dez. 1916 erlitt er eine schwere Verwundung, welche zur Amputation des linken Beines, des Knies und eines Teiles des Oberschenkels führte.
Im November 1917 als Kriegsinvalide wieder nach München zurückgekehrt, nahm er seine Tätigkeit als Seelsorger wieder auf.
Wem ist er nicht bekannt als der große Prediger und mutiger Kämpfer im Dritten Reich gegen die Irrlehren des Nationalsozialismus und als der große Verteidiger des katholischen Glaubens und der Rechte der katholischen Kirche.
Wegen Missachtung des „Redeverbots“ und wegen „Kanzelmissbrauchs“ wurde Pater Rupert Mayer verhaftet und in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern untergebracht. Nach der Entlassung aus dem KZ-Sachsenhausen 1940 und aus der Internierungshaft im Benediktinerkloster Ettal im Mai 1945 kehrte Pater Rupert Mayer nach München zurück, wo er am 1. November nach einem Schlaganfall während der heiligen Messe in der Kreuzkapelle verstarb.
Am 3. Mai 1987 wurde Pater Rupert Mayer von Papst Johannes Paul II. Selig gesprochen.
Tausende kommen täglich an sein Grab in der Unterkirche der Bürgersaalkirche in der Münchner Fußgängerzone, um bei ihm Hilfe zu suchen, zu ihm zu beten. Einige unserer Mitmenschen haben ihn noch persönlich kennen gelernt.
Spielort
Volkstheater Bad Endorf
Rosenheimerstraße 6
83093 Bad Endorf